Posted on 4. April 2015 in Geschichte
Zeittafel zur Ortsgeschichte
Teil 1: 1766-1918 |
| 1716/1718 | · Prinz Eugen von Savoyen erobert Temeswar (18.10.1716), das seit 1552 unter osmanischer Herrschaft stand. · Der Friede von Passarowitz (21.07.1718) besiegelt das endgültige Ende der Türkenherrschaft im Banat. Das Temescher Banat wird Kron- und Kammerdomäne der Habsburger Monarchie. |
| 1766 | · Im Rahmen der theresianische Ansiedlung, des so genannten „großen Schwabenzugs”, wird als größte Siedlung auf der Banater Heide die Doppelgemeinde Hatzfeld-Landestreu mit 180 bzw. 220 Hausstellen angelegt. · Ankunft der deutschen Siedler in der unter der Aufsicht von Administrationsrat Johann Wilhelm Edler von Hildebrand errichteten Doppelgemeinde (Mai/Juni) · Beginn des Kirchenbaus (Kirchenpatron: Hl. Wendelin) am 30.09.; erste Messe am 24.12. |
| 1767 | · Aufruhr gegen den Kolonistenaufseher Joseph Mathias Hirsch |
| 1768 | · Die Kirche erhält zwei Glocken. (03.05.) Das Geläut wird 1785 um eine dritte Glocke und 1876 zwei weitere Glocken erweitert. · Zusammenschluss der beiden Gemeinden unter dem Ortsnamen Hatzfeld (01.07.); bis 1778 ist Hatzfeld Kameralort · Errichtung eines Schulhauses in der Hauptgasse, neben dem Pfarrhaus; ab 1872 entstehen – neben dieser Zentralschule – Viertelschulen |
| 1770 | · Weihe der fertiggestellten Kirche durch den Tschanader Generalvikar Clemens Rossi (21.10.) · In den Seuchenjahren 1770/71 sind in Hatzfeld 553 Todesfälle zu verzeichnen. |
| 1776 | · Auf Kosten der Gemeinde wird eine Orgel von dem Budapester Orgelbauer Josef Janicsek angekauft. (18.10.) |
| 1778 | · Das Banat wird Ungarn angegliedert. Hatzfeld gehört verwaltungsmäßig von 1779 bis 1849 zum Torontaler Komitat (Sitz: Großbetschkerek) und ist dem Bezirk Türkisch-Kanischa (ab 1840 dem Bezirk Türkisch-Betsche) zugeordnet. |
| 1780 | · Inkrafttreten der Urbarialregelung („Urbarium Banaticum)”, welche die Besitz- und Rechtsverhältnisse der ländlichen Bevölkerung bis zur Grundentlastung 1853 bestimmte (01.11.) |
| 1786 | · Die Gemeinde erhält das Marktrecht, 1794 auch das Recht zur Abhaltung von Jahrmärkten. |
| 1790 | · Oberst Josef Csekonics, Gründer und Kommandant des Gestüts in Mezőhegyes, nimmt das Gut Hatzfeld, bestehend aus den Ortschaften Hatzfeld und Zerne sowie den Prädien Tschestereg und Positova, auf zwanzig Jahre in Erbpacht. (25.04.) |
| 1800 | · Oberst Josef Csekonics wird von weltlichen und geistlichen Würdenträgern in die Herrschaft des Gutes Hatzfeld feierlich eingeführt, nachdem er die Domäne käuflich erworben hatte. (11.12.) |
| 1805 | · Weihe der neuen, von dem Temeswarer Franz Anton Wälter gebauten Orgel (20.10.) · Errichtung des Kalvarienbergs mit Gruft der Familie Csekonics auf dem 1766 angelegten (alten) Friedhof an der Nordzeile, der jahrzehntelang das Wahrzeichen der Gemeinde Hatzfeld war |
| 1806 | · General Josef Csekonics legt sein Amt als Gestütskommandant von Mezőhegyes nieder und zieht sich auf sein Hatzfelder Gut zurück. In dieser Zeit wird das Kastell im Zentrum von Hatzfeld errichtet (heute Rathaus). · Gründung der ersten Apotheke, der „Dreifaltigkeitsapotheke” (auch als „Alte Apotheke” bekannt) |
| 1816 | · Anlegung eines neuen Friedhofs im westlichen Teil der Gemeinde |
| 1823 | · Den Gewerbetreibenden wird aufgrund eines kaiserlichen Diploms das Zunftprivileg zugesprochen. Zu jenem Zeitpunkt sind bereits 21 Zünfte belegt. |
| 1824 | · Der Hatzfelder Gutsbesitzer, General Josef Csekonics, stirbt in Pest. (26.04.) |
| 1833 | · Der Witwe des Generals Csekonics, Julia, die 1829 das Gut Janova erworben hatte, und deren Sohn Johann wird das Adelsprädikat de Zsombolya et Janova verliehen. (31.01.) |
| 1837 | · Erste urkundliche Erwähnung des Floriani-Denkmals im Visitationsbericht des Tschanader Bischofs Josef Lonovics (01.05.) |
| 1848/1849 | · Freiheitskampf der Ungarn gegen die Habsburger; die revolutionäre Bewegung erfasst auch das Banat. · Franz Maderspach, Oberstleutnant der ungarischen Revolutionsarmee, wird in Hatzfeld beigesetzt. (Jan. 1849) · Vertreter der Gemeinde Hatzfeld zählen zu den Unterzeichnern der ersten, der so genannten „Bogaroscher Schwabenpetition“. (02.10.1849) · In Hatzfeld wird die an Kaiser Franz Josef gerichtete zweite „Schwabenpetition“ verfasst. (08.11.1849) · Kaiserliches Patent über die Errichtung des Kronlandes Wojwodschaft Serbien und Temescher Banat (18.11.1849) |
| 1853 | · Bau der Kapelle im neuen Friedhof |
| 1857 | · Eröffnung der Eisenbahnlinie Szeged-Temeswar (15.11.), wodurch Hatzfeld Anschluss an das Eisenbahnnetz erhält · Hatzfeld erhält ein eigenes Postamt. |
| 1860 | · Auflösung der Wojwodschaft Serbien und Temescher Banat (20.10.) und Wiederanschluss des Banats an Ungarn (27.12.); Wiedereinführung des Komitatssystems |
| 1861 | · Hatzfeld wird Sitz des neugegründeten gleichnamigen Bezirks (Zsombolyai járás), zu dem ursprünglich 24, später 18 Ortschaften gehörten. |
| 1863/1864 | · Große Teile der Bevölkerung werden von schlimmen Notzeiten heimgesucht. Etliche Familien ziehen nach Ostrumelien, kehren jedoch 1867 nach Hatzfeld zurück. |
| 1864 | · Gründung der Bohnschen Ziegelei durch Stefan Bohn aus Sankthubert; die fabriksmäßige Ziegelerzeugung begann 1874; nach und nach entsteht ein Riesenunternehmen (ab 1880 „M. Bohn et Co.“, später „Bohn M. és Társai“), das größte seiner Art in Ungarn und der größte Banater Industriebetrieb in schwäbischer Hand · Johann Csekonics wird in den erblichen Grafenstand erhoben. (09.12.) |
| 1865 | · Als erste Singgemeinschaft wird der Hatzfelder Männergesangverein gegründet. (Febr.) |
| 1866 | · Einem verheerenden Großbrand fallen 42 Häuser zum Opfer. (20.03.) |
| 1867 | · Österreichisch-Ungarischer Ausgleich (08.06.) und Gründung der k.u.k. Doppelmonarchie; Verstärkung der Magyarisierungspolitik · Gründung des Herrenkasinos als Treffpunkt der Beamten der Csekonics-Herrschaft und der magyarisch gesinnten schwäbischen Intelektuellen (28.06.) |
| 1868 | · Fahnenweihe des Hatzfelder Männergesangvereins (Aug.) |
| 1869 | · Gründung des ersten Geldinstituts unter dem Namen „Hatzfelder Sparkassa AG” (12.12.), seit 1924 Filiale der Schwäbischen Zentralbank bzw. des Banater Bankvereins |
| 1869/1870 | · Schloss „Csitó” der gräflichen Familie Csekonics wird nach den Plänen des Budapester Architekten Nikolaus Ybl im angelsächsischen Stil erbaut. |
| 1872 | · Eröffnung der vierklassigen Bürgerschule (01.11.), die bis 1920 besteht · Errichtung des ersten Kindergartens in Hatzfeld durch den 1871 gegründeten „Fröbel-Kindergarten-Verein” · Gründung des Ersten Hatzfelder Leichenvereins (10.02.) |
| 1873 | · In Hatzfeld sterben 1067 Menschen, davon 672 an den Folgen einer schweren Choleraepidemie. |
| 1875 | · Gründung der Hatzfelder Freiwilligen Feuerwehr, zu deren Oberkommandant Georg von Duffaud gewählt wird (14.04.) |
| 1877 | · Neuweihe der 1875/76 umfassend renovierten und umgestalteten römisch-katholischen Kirche durch den Tschanader Weihbischof Josef Németh (30.10.) |
| 1878 | · Rudolf Decker eröffnet eine Hutmacherwerkstatt, aus der die bekannte Hutfabrik „R. Decker & Co.” hervorgeht. |
| 1879 | · Anfänge der Arbeitersiedlung Futok, die in der Nähe des ausgedehnten Fabrikgeländes der Bohn’schen Ziegelei entsteht |
| 1880 | · Johann Graf Csekonics stirbt auf Schloss Csitó im Alter von 71 Jahren. (02.08) · Gründung der „Hatzfelder Dampfwalzmühle”, die auch als „Herrschaftsmühle” bekannt war; 1928 ist sie in den Besitz der Temeswarer Firma „Ed. Prohaska & Söhne” übergegangen · Laut amtlicher Volkszählung hat Hatzfeld 8621 Einwohner, davon 7540 deutscher, 508 ungarischer, 81 serbischer und 492 anderer Muttersprache. |
| 1881 | · Gründung des Hatzfelder Spar- und Kreditvereins (06.03.); die Bank fusionierte 1929 mit der Schwäbischen Zentralbank |
| 1883 | · Errichtung der ersten Druckerei durch den Buchdrucker Franz Kaufmann · Erscheint die „Hatzfelder Sonntags-Zeitung”, das erste Wochenblatt unseres Heimatortes, unter der Schriftleitung von Franz Kaufmann (bis 1884) |
| 1884 | · Gründung des Handels- und Gewerbekasinos als Treffpunkt der Kaufleute und Gewerbetreibenden (25.03.) · Infolge der Auflösung der Zünfte wird die Gewerbekorporation gegründet. (21.09.) |
| 1885 | · Gründung des Südungarischen Bauernvereins in Hatzfeld (06.04.), dem die ungarischen Behörden jedoch die Genehmigung verweigern · Erscheint zweimal monatlich das Blatt „Südungarischer Bauer”, unter der Schriftleitung des Volksschullehrers Georg Petrasch (01.06.; bis 1888) · Eröffnung der Gewerbelehrlingsschule (27.09.), die bis 1952 viele Handwerkergenerationen ausbildet |
| 1886 | · Grundsteinlegung des so genannten Steigerhauses, das der Feuerwehr zu Übungszwecken diente |
| 1887 | · Gründung der Hatzfelder Volksbank (11.04), die 1931 in Liquidation geht · Rudolf Wunder erwirbt die 1883 gegründete Druckerei. (Okt. ) · Gründung des Hatzfelder Lesevereins als kulturelle Einrichtung der Bauernschaft (Nov.); Umbenennung 1902 in Zsombolyai Gazdakőr, 1920 in Deutsch-schwäbisches Bauernheim |
| 1888 | · Ab Januar erscheint die „Hatzfelder Zeitung”, das bedeutendste und langlebigste Periodikum unseres Heimatortes. Eigentümer und Schriftleiter ist bis 1905 der Buchdrucker Rudolf Wunder. · Inbetriebnahme des ersten Ringziegelofens der Firma „Erste Hatzfelder Ziegelei. Johann Koch & Konsorten” (18.06.), die 1903 in den Besitz der Firma Bohn übergeht · Erscheint in Hatzfeld der Gedichtband „Haideblumen” von Paul Moussong |
| 1890 | · Die Gründung des ersten Sportvereins unter dem Namen „Zsombolyai Atletikai Klub” markiert den Beginn eines organisierten Sportlebens in Hatzfeld. · Laut amtlicher Volkszählung hat Hatzfeld 9580 Einwohner, davon 8602 deutscher, 718 ungarischer, 84 serbischer, 42 rumänischer und 134 anderer Muttersprache. |
| 1891 | · Hatzfelder Landwirte zählen zu den Mitbegründern des in Temeswar ins Leben gerufenen Südungarischen Landwirtschaftlichen Bauernvereins (20.09.). · Inbetriebnahme der zweiten Dampfmühle (Okt.), die 1896 in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Pannonia”-Dampfmühle A.G. umgewandelt wird (auch „kleine Mühle” genannt) · Konstituierung der Hatzfelder Handels- und Gewerbebank (06.12.), die 1915 in Konkurs geht · Eröffnung einer zweiten Apotheke in der Hauptgasse · Andreas Graf Csekonics wird zum Präsidenten des Verbandes des Roten Kreuzes der Länder der Hl. Stephanskrone gewählt und übt dieses Amt bis 1923 aus. · Die Hatzfelder Csekonics-Herrschaft, die größte im Komitat Torontal, ist – laut Eugen Szentkláray – „in Bezug auf Landwirtschaft und Viehzucht die erste, die schönste und mustergültigste”. |
| 1893 | · Gründung des Hatzfelder Leichenbestattungsvereins (26.02.) · Großer Bauerntag in Hatzfeld, veranstaltet vom Südungarischen Landwirtschaftlichen Bauernverein (22.05.) · Gründung des Hatzfelder Gewerbegesangsvereins (28.05.) |
| 1894 | · Errichtung des großen Gemeindezinshauses (Grundsteinlegung: 07.05.), in welchem auch das „Hotel Hungaria” untergebracht war |
| 1895 | · Josef Babics, Rechtsdirektor der Csekonics’schen Herrschaft, wird im Hatzfelder Wahlbezirk zum Abgeordneten des Ungarischen Reichstags gewählt (06.03.), dem er bis 1901 angehört. · Gründung der „Hatzfelder Dampfziegelei” an der Osterner Straße durch Josef Threiß (14.05.), die jedoch nur bis 1903 der Bohn’schen Konkurrenz standhalten kann · Einrichtung des Matrikelamtes auf Grundlage des Gesetzes über die Zivilehe und staatliche Matrikelführung vom 01.10.1895; die erste Zivilehe wird am 13.10. vollzogen · Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Großbetschkerek-Pardan-Hatzfeld und eines zweiten Bahnhofs im Osten der Gemeinde, der den Namen „Uj-Zsombolya” erhält (14.12.) · Gründung des Kompossessorats (auch Selbstverwaltung genannt) als berufsständische Organisation der Bauernschaft |
| 1896 | · Großangelegte Milleniumsfeier (09./10.05.) · In Hatzfeld findet der 30. Südungarische Lehrertag verbunden mit einer Jubiläums-Generalversammlung des „Südungarischen Lehrervereins” statt. (29./30.06.) · Feierliche Eröffnung des Komitatskrankenhauses (später Elisabethkrankenhaus), das sich in kurzer Zeit dank der Tätigkeit von Dr. Karl Diel einen guten Ruf erwarb (15.11.) |
| 1897 | · Anschluss der Gemeinde an das Komitatstelefonnetz |
| 1898 | · Inbetriebnahme der Schmalspurbahn Großbetschkerek-Hatzfeld (19.10.) |
| 1899 | · Offizielle Umbenennung der Gemeinde Hatzfeld in Zsombolya · Überführung der Totengebeine aus dem alten auf den neuen Friedhof |
| 1900 | · Enthüllung des Denkmals des Freiheitskämpfers Franz Maderspach auf dem Hatzfelder Friedhof (15.03.) · Umbenennung der „Hatzfelder Zeitung” in „Zsombolyaer Zeitung” (01.04.) · Einweihung des Mausoleums der gräflichen Familie Csekonics und Beisetzung der aus dem alten Friedhof überführten sterblichen Überreste der Familienangehörigen (21.07.) · Eröffnung einer Schule im Vorort Futok (01.09.) · Fertigstellung der neuen Bahnhofstation und Abschluss der Bahnhofserweiterung (01.11.) · Abtragung des Kalvarienbergs und Schleifung des alten Friedhofs, auf dessen Gelände ein Park angelegt wird · Laut amtlicher Volkszählung hat Hatzfeld 10152 Einwohner, davon 8395 deutscher, 1532 ungarischer, 96 serbischer, 52 rumänischer und 77 anderer Muttersprache. |
| 1901 | · Verstaatlichung der Gemeinde-Elementarschule auf Beschluss der Hatzfelder Gemeinderepräsentanz (09.05.) · Graf Julius Csekonics wird im Hatzfelder Wahlbezirk zum Abgeordneten des Ungarischen Reichstags gewählt (02.10), dem er bis 1906 angehört. · Einweihung der von Graf Andreas Csekonics gestifteten und an der Stelle des alten Friedhofs errichteten Kapelle (31.10.) · Erscheinen die ersten ungarischen Wochenblätter „Zsombolyai Közlöny” (bis 1903) und „Zsombolya” (bis 1904) |
| 1902 | · Konstituierung des Allgemeinen Gewerkschaftsvereins (26.01.), der zwei Jahre später in die Sozialdemokratische Partei überging; die starke Parteiorganisation bestand bis zur Zwangsvereinigung mit der Kommunistischen Partei 1948 · Einweihung der auf Initiative von Pfarrer Emmerich Csicsáky ins Leben gerufenen Klosterschule „Jesuleum” (Kindergarten, Volksschule, Mädchenmittelschule, Schülerinnenheim und Waisenhaus), deren Leitung und Betreuung den Barmherzigen Schwestern vom Hl. Kreuz oblag (01.06.) · Eröffnung einer vom „Torontaler Landwirtschaftlichen Verein” und dem „Zsombolyaer Gazdakör” veranstalteten Hornvieh- und Pferdeausstellung durch den ungarischen Ackerbauminister Ignaz Darányi (15.06.) · Großangelegte Feier des 25jährigen Jubiläums der Hatzfelder Freiwilligen Feuerwehr mit Fahnenweihe (18./19.10.) |
| 1903 | · Gründung der „Hungaria”-Dampfziegelei an der Grabatzer Straße durch Josef Threiß (08.03.); sie ging 1928 in Konkurs |
| 1904 | · Abhaltung des zweiten Bauerntages des Südungarischen Landwirtschaftlichen Bauernvereins in Hatzfeld (20.08.) |
| 1905 | · Madjarisierung der Gassennamen auf Beschluss der Gemeinderepräsentanz (14.03.) · Sparkassa-Direktor Johann Koch wird Eigentümer und Schriftleiter der „Zsombolyaer Zeitung”. Die Druckerei geht in den Besitz von Markus Perlstein über. (Mai) · Enthüllung eines Kossuth-Denkmals – ein Werk des Budapester Bildhauers Kallós Ede – in der Nähe des Bahnhofs, in Anwesenheit des ungarischen Handelsministers Franz Kossuth (29.06.); es wurde 1919 von den Serben entfernt · Fünfzehntägiger Generalstreik sämtlicher Arbeiter der drei Hatzfelder Ziegeleien (ab 05.09.) · Schuhmacher Michael Merky eröffnet eine Werkstatt, die zu einem ansehnlichen Schuherzeugungsbetrieb heranwächst · Gründung einer Chamotte-Kachelofenfabrik durch Josef Farkas sen. |
| 1906 | · Als zweites deutsches Wochenblatt erscheint (bis 1915) das „Zsombolyaer Politische Volksblatt” unter der Schriftleitung des pensionierten Volksschullehrers Johann Ludwig Wiszkocsill. · Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Hatzfeld-Lovrin (23.11.) |
| 1907 | · Durch eine testamentarische Verfügung des Ehepaares Josef und Georgine Bayer (12.05.) werden die Voraussetzungen für die spätere Errichtung eines Altersheims geschaffen. · Aufteilung des Bohn’schen Firmenimperiums zwischen Michael Bohn sen. (der u.a. die Ziegelei in Hatzfeld behält) und Jakob Muschong (Aug.) · Einweihung der um- und ausgebauten Klosterschule Jesuleum durch den Tschanader Weihbischof Josef Németh (05.11.) · Mit seiner Schuhmacherwerkstätte legt Peter Schmidt den Grundstein der später florierenden Schuhfabrik. · Anbau eines großen Saales an das Gemeindezinshaus, das Anfang der 1920er Jahre zum Kino umfunktioniert wird |
| 1908 | · Gewerbeausstellung, veranstaltet von der Hatzfelder Gewerbekorporation (07.06.) |
| 1909 | · Gründung der Reform-Dampfwalzmühle AG, im Volksmund Reformmühle genannt (20.05.); sie ging 1928 in Konkurs · Gründung des Bestattungsselbsthilfevereins „Segitség” (22.07.) · Inbetriebnahme des Elektrizitätswerkes (23.10.) · Gründung der Hatzfelder Verkehrsbank (12.12.), die 1924 mit der Schwäbischen Zentralbank fusioniert · Gründung des Hatzfelder Sportvereins Zsombolyai Sport Egylet (Zs.S.E.) |
| 1910 | · Enthüllung des Einwanderungsbildes des Kunstmalers Stefan Jäger in Gertianosch (15.05.); der Maler lässt sich in Hatzfeld nieder · Fest der Fahnenweihe des Hatzfelder Gewerbegesangvereins unter Teilnahme zahlreicher Banater Chöre (14./15.08.) · Laut amtlicher Volkszählung hat Hatzfeld 10893 Einwohner, davon 8088 deutscher, 2266 ungarischer, 245 serbischer, 105 rumänischer und 189 anderer Muttersprache. 10236 Einwohner waren römisch-katholischen, 336 orthodoxen, 151 israelitischen, 82 reformierten, 46 griechisch-katholischen, 40 evangelischen Glaubens. |
| 1911 | · Erhöhung des Kirchturms auf 51 Meter |
| 1914-1918 | · Erster Weltkrieg; die eingerückten Jahrgänge kommen zunächst an die Serbienfront, später kämpfen die meisten an der Russland- und Italienfront; Hatzfeld hat über 150 Kriegsopfer zu beklagen |
| 1915 | · Gründung der Hutfabrik „Union” |
| 1916 | · Erscheint die Denkschrift „Unser Jubeljahr” von Franz Kaufmann anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Gemeinde Hatzfeld · Vier der fünf Kirchenglocken werden für Kriegszwecke requiriert. (13.11.) |
| 1918 | · Zerfall und Ende der k.u.k. Doppelmonarchie (Okt./Nov.); Ungarn erklärt sich zur Republik (16.11.) · Die Adelsfamilie Csekonics verlässt Hatzfeld und zieht nach Enying, in der Nähe des Plattensees (31.10.) |
Posted on 4. April 2015 in Hatzfeld, Lage und Bevölkerung
Demographische Entwicklung
Die Hatzfelder Bevölkerung wuchs, bedingt durch eine relativ hohe Geburtenrate, bis 1900 stetig. Betrug die Einwohnerzahl im Ansiedlungsjahr 1766 etwa 1500, verdoppelte sich diese binnen 20 Jahren. Die 5000-Marke wurde 1827 erreicht. 1866, also 100 Jahre nach der Ansiedlung, zählte die Gemeinde bereits 7589 Einwohner. Kurz vor der Jahrhundertwende überschritt die Seelenzahl erstmals die 10.000-Marke. Der nun einsetzende starke Geburtenrückgang bremste in den folgenden Jahrzehnten das Bevölkerungswachstum: die ungarische Volkszählung 1910 und die rumänische 1930 ergaben jeweils knapp 10.900 Einwohner. Erst ab 1960 verzeichnete die Bevölkerung größere Zuwächse, die auf den Zuzug von Arbeitskräften zurückzuführen sind. 1966 wurden 13.633 Einwohner gezählt. Den höchsten Bevölkerungsstand erreichte Hatzfeld mit 15.259 Einwohnern im Jahr 1981. Ein erneuter Bevölkerungsrückgang, bedingt durch eine geringere Geburtenrate und die massive Auswanderung der deutschen Bevölkerung, setzte 1990 ein. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2011 hatte die Kleinstadt nur noch 10.808 Einwohner.
Ethnische Struktur
Die Deutschen haben über einen langen Zeitraum das gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Großgemeinde geprägt und dieser ihren unverkennbaren Stempel aufgedrückt. Hatzfeld stieg zur „Perle der Banater Heide“ empor und war Mittel- und Ausstrahlungspunkt der Region. Über ein Jahrhundert bewahrte sich Hatzfeld den Charakter einer rein deutschen Gemeinde, bis sich das ethnische Bild im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts durch den verstärkten Zuzug von Ungarn, Serben, Slowaken und Angehörigen anderer Nationalitäten zu diversifizieren begann. 1890, als die Zahl der Deutschen mit 8602 einen Höchststand erreichte, lebten in Hatzfeld 718 Ungarn und 260 Menschen anderer Volkszugehörigkeit. Der Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung sank seit diesem Zeitpunkt stetig (von 89,8 Prozent auf 74,2 Prozent im Jahr 1910 und 67,2 Prozent im Jahr 1941), während jener der Ungarn zunahm (von 7,5 Prozent im Jahr 1890 auf 20,8 Prozent im Jahr 1910) und bis 1960 konstant bei etwa 20 Prozent lag. Nach dem Anschluss Hatzfelds an Rumänien (1924) zogen auch Rumänen zu, deren Anteil an der Gesamtbevölkerung im Jahr 1941 knapp 8 Prozent betrug. In der Zeit des Kommunismus stieg ihr Anteil kontinuierlich bis auf 41,3 Prozent im Jahr 1977. Die Deutschen büßten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre absolute Mehrheit zwar ein, behielten jedoch bis um 1960 ihre relative Mehrheit. Bei der Volkszählung 1977 bekannten sich 6065 Einwohner als Rumänen (41,3 Prozent), 5021 als Deutsche (34,2 Prozent), 2896 als Ungarn (19,7 Prozent). Der Drittel-Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung nahm in den folgenden Jahren infolge der Auswanderung nach Deutschland weiter ab und sank bis 1992 – nach dem Exodus der Jahre 1990/91 – auf 9,4 Prozent. Bei der Volkszählung 1992 betrug der Anteil der Rumänen bereits 66,8 Prozent, jener der Ungarn nur noch 16,6 Prozent. In den beiden folgenden Jahrzehnten stieg der prozentuale Anteil der Rumänen an der Gesamtbevölkerung weiterhin, während jener der Ungarn und Deutschen stetig zurückging.
Laut Volkszählung von 2011 lebten in Hatzfeld 7856 Rumänen (72,7 Prozent), 1169 Ungarn (10,8 Prozent), 596 Roma (5,5 Prozent), 310 Deutsche (2,9 Prozent) und 78 Angehörige anderer Nationalitäten. 799 Personen (7,4 Prozent) machten keine Angaben zu ihrer Nationalität.
Konfessionelle Struktur
Entsprechend der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung nahm die römischkatholische Konfession über zwei Jahrhunderte eine dominante Stellung ein. Der Schematismus der Diözese Tschanad für das Jahr 1916 gibt folgende Zahlen an: 10.352 Bewohner römisch-katholischen Glaubens, 336 griechisch-orthodoxer Konfession, 151 mosaischen Glaubens, 122 Protestanten Helvetischen und Augsburgischen Bekenntnisses, 46 Griechisch-Katholische. 1948 stellte sich die Situation laut Schematismus der Temeswarer Diözese folgendermaßen dar: 7914 Katholiken römischen Ritus, 3165 Orthodoxe, 257 Katholiken griechischen Ritus, 215 Protestanten, 21 Juden, 18 Angehörige anderer Konfessionen. Demnach stellten die römisch-katholischen Gläubigen 68,3 Prozent der Einwohnerschaft dar.
In den folgenden fünf Jahrzehnten kehrt sich das Verhältnis zugunsten der Orthodoxen um, die im Jahr 2002 64,4 Prozent ausmachten. Bei der Volkszählung 2011 stellte sich die konfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung folgendermaßen dar: 6763 Orthodoxe (62,6 Prozent), 2484 Katholiken (23 Prozent), 534 Angehörige von protestantischen Freikirchen (4,9 Prozent), 208 Angehörige anderer Konfessionen. 20 Personen gaben an, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören bzw. atheistisch zu sein. 799 Personen machten keinerlei Angaben zu ihrer Konfession.
lage
Posted on 4. April 2015 in Hatzfeld, Lage und Bevölkerung
Die Stadt Hatzfeld (rum. Jimbolia, ung. Zsombolya) liegt im Westen Rumäniens, im Landkreis Temesch (judeţul Timiş), an der Grenze zu Serbien. Die Entfernung zur Grenze beträgt nur 4 Kilometer. Die Stadt, die an der Schnittstelle des 20°38’ östlichen Längengrades und des 45°46’ nördlichen Breitengrades liegt, ist 39 Kilometer (Eisenbahnstrecke) von der Kreishauptstadt Temeswar (rum. Timişoara) entfernt.
Geographisch gesehen liegt Hatzfeld in der Banater Heide, die ein Teil der Pannonischen Tiefebene ist.
Die Stadt wird von der Nationalstraße DN 59A durchquert, die einerseits die Verbindung zur Kreishauptstadt Temeswar (43 Kilometer) und andererseits – über den Grenzübergang Hatzfeld – Srpska Crnja – zu Serbien sicherstellt. Eine weitere wichtige Verkehrsverbindung ist die Nationalstraße DN 59C nach Großsanktnikolaus (rum. Sânnicolau Mare), die von hier über die Nationalstraße DN 6 zum rumänisch-ungarischen Grenzübergang Tschanad (rum. Cenad) führt. Außerdem ist Hatzfeld über die Kreisstraße DJ 594 mit der Gemeinde Lovrin verbunden.
Hatzfeld liegt an der Eisenbahnstrecke Temeswar – Kikinda (nach Serbien). Eine weitere Eisenbahnverbindung besteht nach Lovrin.
Der nächstgelegene internationale Flughafen befindet sich in der Kreishauptstadt Temeswar.
Neuer & alter Vorstand beim Hatzfelder Heimattag 2025
Posted on 3. April 2015 in Heimatortgemeinschaft
Vorstand der HOG Hatzfeld
Beim Hatzfelder Heimattag 2025 in Kuppenheim wurde der Vorstand der HOG Hatzfeld und die Kassenprüfer für die Amtszeit 2025-2029 gewählt.
Dem Vorstand gehören an:
Ehrenvorsitzender:
Josef Koch
Vorsitzender:
Johann-Walter Tonta
Stellvertretende Vorsitzende:
Prof. Dr. Franz Quint
Johann Berger
Kassenwart:
Johann Berger
Schriftführer:
Adelheid Volk
Als Beisitzer gehören dem Vorstand an:
Elisabeth Quint – Heimatortskartei
Gerlinde Aicher – Jugendreferent
Johann Petri – Ortsgruppe Schärding
Günther Schöps – Kontakt zu Hatzfeld
Kari Volk
Reini Rausch
Anita Patruti
Kassenprüfer:
Horst Neidenbach
Udo Friedmann
Posted on 3. April 2015 in Heimatortgemeinschaft
In der Heimatortskartei sind die Hatzfelder Landsleute erfasst, die ihre Personenstandsdaten der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld freiwillig zur Verfügung gestellt haben.
Statistik HOG Hatzfeld 2015
Laut Heimatblatt 22/2015 sind in der Heimatortskartei derzeit 4567 Landsleute erfasst, davon 4045 in Deutschland, 239 in Hatzfeld und 16 in anderen Orten Rumäniens, 93 in Österreich, 49 in anderen europäischen Staaten, 92 in den USA, 13 in Kanada und 19 in anderen Überseestaaten.
Statistik HOG Hatzfeld 2018
Laut Statistik, Stand 16.05.2018, sind in der Heimatortskartei derzeit 4366 Landsleute erfasst, davon 3911 in Deutschland, 198 in Hatzfeld und 14 in anderen Orten Rumäniens, 86 in Österreich, 45 in anderen europäischen Staaten, 88 in den USA, 11 in Kanada, 13 in anderen Überseestaaten.
Die von Elisabeth Quint verwaltete Kartei bildet die Grundlage für die Übermittlung der Geburtstagskinder sowie der Ehejubiläen an die „Banater Post“. In der Rubrik „Nachrichten aus Heim und Familie“ wird zum 60., 65., 70., 75. und ab dem 80. Geburtstag jährlich gratuliert. Bei den Ehejubiläen werden die runden und halbrunden Jubiläen ab dem 25. Hochzeitstag berücksichtigt. Die der HOG gemeldeten Geburten, Eheschließungen und Todesfälle werden ebenfalls der „Banater Post“ übermittelt.
Geburten, Eheschließungen und Todesfälle, die der HOG mitgeteilt worden sind, werden jährlich auch im „Heimatblatt Hatzfeld“ veröffentlicht, ebenso die Geburtstagsjubilare ab vollendetem 80. Lebensjahr.
Landsleute, deren Anschrift sich geändert hat oder in deren Familie eine Geburt, eine Eheschließung oder ein Todesfall zu verzeichnen ist, bitten wir um Mitteilung an:
Elisabeth Quint
Schillerstraße 50
76437 Rastatt
Tel. 07222 / 688 54
E-Mail elisabeth.quint (at)arcor.de
Infoblatt Heimat’s Kartei Hatzfeld

Posted on 3. April 2015 in Heimatortgemeinschaft
Zweck und Ziele der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld
Obwohl die offizielle Gründung der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld erst am 6. Juni 1981 beim Heimattreffen in Schärding/Inn erfolgte, traten die in Deutschland und Österreich lebenden Hatzfelder schon seit den 1950er Jahren als Ortsgemeinschaft auf. Sie trafen sich unregelmäßig zu verschiedenen Anlässen (größere Familienfeiern, Kirchweihfeste), organisierten eigene Ortstreffen – das erste, größere Treffen fand 1966 in Ulm zur 200-Jahrfeier unseres Heimatortes statt – und nahmen an den Heimattagen der Banater Schwaben teil. Seit 1975 werden die Heimatortstreffen in zweijährigem Turnus zu Pfingsten veranstaltet.
Die Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld ist eine Untergliederung der Landsmannschaft der Banater Schwaben und bekennt sich zu deren Zielen sowie zur Charta der deutschen Heimatvertriebenen. Sie ist ein gemeinnütziger, beim Amtsgericht Ulm eingetragener Verein, dessen Tätigkeit auf der am 8. Juni 2003 von der Mitgliederversammlung beschlossenen Satzung beruht.
Zweck des Vereins ist es, das Kulturgut aus dem heimatlichen Hatzfeld im Banat zu erhalten und weiter zu entwickeln, den Heimatgedanken zu pflegen und für die Völkerverständigung zu werben, die landsmannschaftliche Verbundenheit der Hatzfelder zu fördern und die Beziehung zur alten Heimat zu pflegen.
Der Verein will seine Ziele mittels Heimatortstreffen, kulturellen, sportlichen und geselligen Veranstaltungen, Veröffentlichungen zu kulturellen und heimatbezogenen Themen, Zusammenarbeit mit Organisationen ähnlicher Zielrichtung, Zusammenarbeit mit Behörden und Einrichtungen in der alten Heimat, Mitwirkung beim Erhalt von Kulturgütern in Hatzfeld sowie Unterstützung der noch in der alten Heimat lebenden Landsleute erreichen.
Posted on 3. April 2015 in Heimatortgemeinschaft, Publikationen
Heimatblatt Hatzfeld, 30. Ausgabe 2023
Hatzfeld – Ordnung im Wandel

Hatzfeld – Ordnung im Wandel
Heimatblatt Hatzfeld, 29. Ausgabe 2022

Heimatblatt 2022
Heimatblatt Hatzfeld, 28. Ausgabe 2021
Heimatblatt Hatzfeld, 27. Ausgabe 2020
Das Heimatblatt 27. Ausgabe 2020 ist nicht mehr verfügbar.
Heimatblatt Hatzfeld, 26. Ausgabe 2019
|
Heimatblatt Hatzfeld, 25. Ausgabe 2018
Das Heimatblatt 25. Ausgabe 2018 ist nicht mehr verfügbar. |
DVD „250 Jahre Hatzfeld“ Neues Bild und Tonmaterial – Festveranstaltung in Ulm vom 11.06.2016 – Kirchenkonzert in Hatzfeld vom 04.08.2016 – Kirchenkonzert in Hatzfeld vom 06.08.2016 – Kirchweihfest mit feierlichem Hochamt vom 07.08.2016 + Bonusmaterial (Trachtenumzug und Kirchweihball). Mehr… Preis: 8€ je DVD und je 10€ je Blue-Ray |
DVD „250 Jahre Hatzfeld“ Zum 250-jährigen Hatzfelder Ortsjubiläum liegt nun auch eine DVD vor. Mit rund 1500 Bildern, gegliedert in drei Kapitel, wird das Fest eindrücklich dokumentiert. Preis: 15€ |
|
|
Heimatblatt HatzfeldDas „Heimatblatt Hatzfeld“ ist eine seit 1991 periodisch erscheinende Veröffentlichung der HOG Hatzfeld. Seit 1998 wird es in neuer Aufmachung und in erweitertem Umfang im Jahresrhythmus herausgebracht.Mittlerweile (2016) umfasst die Reihe 23 Ausgaben mit einem Gesamtumfang von mehr als 3500 Seiten. Mehr… |
|
|
Banater Struwwelpeter Nr. 6. Hochdeutsch und Bilder von 1848 von Dr. Heinrich Hoffmann. Redaktion und Gestaltung: Lothar Blickling.
Nürnberg 2015. 44 SeitenUnsere Banater Ortsmundarten sind auf dem Rückzug. Sie mutierten zum Dialekt der Älteren und für wenige Enthusiasten zum Objekt wissenschaftlicher Erforschung. Mehr… |
|
|
HOG Hatzfeld: 50 Jahre Lyzeum Hatzfeld, 1955-2005. Ulm 2005. CD-ROM
Die von der HOG Hatzfeld herausgegebene und von Franz Quint zusammengestellte CD-ROM versteht sich als eine Würdigung der langjährigen deutschen Schultradition in Hatzfeld. Mehr… |
|
|
Karl-Hans Gross: Stefan Jäger – Skizzen, Studien und Entwürfe.
Hrsg.: Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld. Sersheim: Hartmann, 2004. 441 S. (Donauschwäbische Kunst- und Geschichtsreihe; 6) Die Künstlermonografie von Prof. Karl-Hans Gross, dem wohl besten Kenner des Werkes von Stefan Jäger, stellt das kaum bekannte Skizzenwerk unseres Heimatmalers vor. Mehr… |
|
|
Heimatbuch des Heidestädtchens Hatzfeld im Banat. Redaktion: Anton Peter Petri.
Hrsg. von der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld. o.O. 1991. 1063 Seiten, Karten-Beilage 1991, zum 225-jährigen Jubiläum unseres Heimatortes, hat die Heimatortsgemeinschaft das „Heimatbuch des Heidestädtchens Hatzfeld im Banat“ herausgebracht. Mehr… |
|
|
Posted on 3. April 2015 in Heimatortgemeinschaft
Heimattag Hatzfeld 2025 in Kuppenheim
Heimattag Hatzfeld 2023 in Rastatt

Premiere „Hatzfeldlied – Gruß an Hatzfeld“ mit Adi Nuca-Bartzer & Walter Berberich, Begleitung Horst Reiter

Je eine Flasche Schwabenwein für die ältesten Herren v.l. Josef Koch *1937, Johann Mitschang *1936, Josef Undisz *1930, Walter Theiss *1936 (nicht im Bild) beim Treffen 2023 überreicht von Prof. Dr. Franz Quint

Blumen für älteste Teilnehmerin Melanie Kremm *1930 beim Treffen 2023 überreicht von Elisabeth Quint

Vorstandsmitglieder und Besucher beim Bücherstand

Blick in den Saal

Begrüßung der Gäste durch Ehrenvorsitzender Josef Koch

Die Hatzfelder bei der hl. Messe

Diakon-Friedrich-Birzele-und-Enkelin

Prof. Dr. Franz Quint bei der Lesung

Renate Koch sprach die Fürbitte

Der Kirchenchor mit Heidi Volk am Keyboard

HOG Vorstandssitzung

Adrian-Nuca Bartzer, Josef Koch und Diakon Friedrich-Birzele in der Ausstellung

Schubertchor-Dirigent Adrian-Nuca Bartzer führt durch die Ausstellung

Ein Struwelpeter-Buch überreicht an die Nichte von Diakon Birzele.

Ehrenurkunden überreicht von Prof. Dr. Franz Quint an Nikolaus Horn und Adrian-Nuca Bartzer

Blumen für die ältesten Teilnehmerinnen: Johanna Russ (93), Eva Jakobi (88) und Anna Schütz (87)

Renate Koch überreicht dem ältesten Teilnehmer Anton Koch (91) eine Flasche Banater Wein

Eine Flasche Banater Wein erhielt auch Anton Zeik (88) hier mit Frau

4-Generationen – Großfamilie von Eva Jakobi: Renate Koch, Gerlinde Aicher, Monika Koch-Reisbeck, Jana, Jule und Evelyn

Geburtstagsfeier von Werner Ackermann (76) mit Freunden vor der Halle

Jahrgänge 1948-1950

Jahrgänge 1968-1972-die Junggebliebenen

Landsleute-aus-dem-Klarier-Eck

Mainzer-Gasse
Veranstaltungsreicher Sommer in der alten Heimat 2019

Österreicher Gaeste am Gedenkstein

Mitglieder der Weltorganisation besuchen die Kirche

Gäste der Weltorganisation bei der Messe

Festmesse mit Pfarrer

Gäste Weltdachverband beim Frühstück

J Koch im Gespräch mit den Jugendlichen des Dachverbandes

R u J Koch mit Gästen beim Spaziergang durch Hatzfeld

Festessen mit den Gästen

J Koch bedankt sich bei den Musiker des Kirchenkonzerts

Plakat zur Malereiausstellung der Kinder

Kinder malen ihre Heimat im Jäger Museum

Kinder malen ihre Heimat-Ausstellung

Eröffnung der der Ausstellung in Hatzfeld mit Werken sämtlicher Teilnehmer

Eröffnung der der Ausstellung in Hatzfeld mit Werken sämtlicher Teilnehmer

Portätausstellung im Jäger-Museum

Decker-Gemälde vor der Restauration

Porträt Robert Decker restauriert

Jäger-Grab neu 2019

Weihe der renovierten Jäger Grabstätte

Jugendliche der Weltorg der Dunauschwaben zum Grab von St Jäger

Tanzseminar

Tanzseminar 2

Russland -Gespräch mit Josef Koch und den Gästen des Dachverbandes

Vortrag Schwäbischer Küche

Kerweihzug am 10.08.19

Pfarrer Davor Lucacela bei der Messe

Kirchweihmesse 2019

Kirchweihzug 2019

Kirchweihumzug am Ende die Blasskapelle

Seniorentreffen in Neuhaus

Gruppenbild Kerweih Neuhaus 2019

Gerda und Peter Wirs

Grete Linster und Hans Petri mit den Gästen
Posted on 3. April 2015 in Heimatortgemeinschaft
Kurze Geschichte der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld
In den ersten Nachkriegsjahrzehnten standen die Erfassung der im Westen lebenden Landsleute, die Veranstaltung von Heimatortstreffen, Kirchweihfesten und Sportturnieren sowie die Herausgabe einer Ortsmonographie im Mittelpunkt der Tätigkeit der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld. Diese verfügte zunächst noch nicht über einen institutionell-organisatorischen Rahmen, trat jedoch schon Anfang der 1950er Jahre in Erscheinung. Die Entwicklung führte von Zusammenkünften in unregelmäßigen Abständen in den 1950er Jahren über die Treffen der Hatzfelder im Rahmen der Heimattage der Banater Schwaben ab Anfang der 1960er Jahre zu den regelmäßigen Treffen, die seit 1975 im Zweijahresrhythmus stattfinden. In Schärding am Inn wurden sechs Heimattreffen veranstaltet. Anlässlich eines solchen Treffens wurde 1981 die Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld mit der Wahl eines Vorstandes offiziell gegründet. Ab 1987 wurden die Treffen in Ulm abgehalten, bis diese dann 1995 nach Neu-Ulm/Pfuhl verlegt wurden. Seit 2005 finden sie in Großkötz statt.
Langjähriger Vertreter der Hatzfelder und erster gewählter Vorsitzender ihrer Heimatortsgemeinschaft war Hans Stoffel. Zu seinem Nachfolger wurde 1993 Josef Koch gewählt, der das Amt zwanzig Jahre lang innehatte. Beim Hatzfelder Heimattag 2013 kam es zu einem Führungswechsel: Dr. Manfred Muth übernahm den Vorsitz, trat jedoch bereits nach einem Jahr zurück. Infolgedessen wurde der Ehrenvorsitzende Josef Koch zum kommissarischen HOG-Vorsitzenden bestimmt und beim Heimattreffen zu Pfingsten 2015 erneut zum Vorsitzenden gewählt.
Eines der wichtigsten Vorhaben der HOG, die Herausgabe des Heimatbuches Hatzfeld, konnte 1991 verwirklicht werden.
1977 organisierte Nikolaus Nauert das erste Hatzfelder Kirchweihtreffen in Schärding. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus eine Veranstaltung der Hatzfelder Senioren aus dem bayerisch-österreichischen Grenzraum, die zudem jährlich auch zu einer Frühjahrsveranstaltung zusammenkommen. Seit 2008 ist Neuhaus am Inn Austragungsort dieser Treffen. Eine lange Tradition hatte auch das von Martin Mühlroth organisierte Handballturnier in Ingelheim. Es wurde von 1984 bis 2007 alljährlich ausgetragen, wobei die Hatzfelder Mannschaften um den 1994 gestifteten Rudi-Jost-Wanderpokal wetteiferten.
Nach der politischen Wende in Rumänien erfuhr das Aufgabenfeld der Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld eine wesentliche Erweiterung. Einerseits wurden die traditionellen Veranstaltungen in der neuen Heimat weitergeführt und neue Akzente in der Vereinstätigkeit gesetzt. Beispielsweise wurde bei der Programmgestaltung der Hatzfelder Heimattage verstärkt auf Vielfalt und Abwechslung gesetzt, indem Ausstellungen, Vorträge, Feierstunden zu besonderen Anlässen, Klassen- und Jahrgangstreffen organisiert werden. Außerdem erscheint das seit 1991 zu den Heimattreffen herausgegebene „Heimatblatt Hatzfeld“ ab 1998 jährlich in erweitertem Umfang. Mit den 22 bisher (2015) erschienenen Ausgaben konnte die Hatzfelder Ortsmonographie wesentlich erweitert werden. Mittlerweile zählt das Heimatblatt zu den besten periodischen Publikationen der Heimatortsgemeinschaften aus dem Banat.
Andererseits weitete die Heimatortsgemeinschaft Hatzfeld ihre Verbindungen zur alten Heimat kontinuierlich aus. Die guten Beziehungen der HOG zum Bürgermeisteramt der Stadt Hatzfeld, zum Deutschen Forum, zur Rumänisch-Deutschen Kulturstiftung Petre Stoica und zum Stefan-Jäger-Museum ermöglichten die Verwirklichung mehrerer Vorhaben im Heimatort. In ihrem Bestreben, die reiche kulturelle Tradition der Heidestadt zu pflegen und weiterzuentwickeln, deren Kulturerbe zu erhalten und die beachtlichen Leistungen der deutschen Bevölkerung und der aus ihren Reihen hervorgegangenen Kulturschaffenden gebührend zu würdigen und vor dem Vergessen zu bewahren, beteiligt sich die HOG seit 1998 an der Gestaltung der „Hatzfelder Tage“. Mit den von ihr organisierten oder mitgestalteten Veranstaltungen wird sie ihrer Verantwortung für den Heimatort und die dort lebenden Landsleute gerecht. Besondere Anliegen der HOG sind die Pflege und Instandhaltung des Friedhofes sowie die Renovierung der Heimatkirche, wofür sie sich energisch einsetzt.
Die HOG Hatzfeld zählt nicht nur zu den größten Banater Heimatortsgemeinschaften, sondern auch zu den aktivsten. Ihr Wirken in der neuen und in der alten Heimat ist vorbildlich.
Siehe auch:



















